Das KZ-Außenlager Guntramsdorf / Wiener Neudorf

Von 1943 – 1945 bestand in Guntramsdorf und in Wr. Neudorf ein Konzentrationslager. Es war ein Außenlager des KZ Mauthausen und Teil der „Flugmotorenwerke Ostmark“. 

Zum Höchststand im September 1944 waren hier 3.170 Gefangene inhaftiert.  Der KZ-Gedenkverein hilft seit 2005 mit, das Wissen über das bis dahin wenig bekannte
KZ-Nebenlager Guntramsdorf/Wr. Neudorf
zu verbessern.

Wir organisieren die jährlichen Gedenkveranstaltungen in Guntramsdorf und Wiener Neudorf, Vorträge, Exkursionen und Führungen am ehemaligen KZ-Gelände in Neu-Guntramsdorf für Schulen und andere interessierte Gruppen.

Als offizielle Lokalgruppe arbeiten wir eng mit dem MauthausenKomitee Österreich (MKÖ) zusammen. 

Unser Spendenkonto

KZ-Gedenkverein Guntramsdorf / Wiener Neudorf
IBAN: AT75 3225 0000 0008 2552
BIC: RLNWATWWGTD 


Zusätzlich erhalten alle unsere Mitglieder in unregelmäßigen Abständen einen E-Mail-Newsletter mit Veranstaltungshinweisen.

Das Team des
KZ-Gedenkvereins Guntramsdorf / Wiener Neudorf

Aktuelles:

Geschichtliche Führung des KZ-Gedenkvereins im Rahmen der Ferienaktivitäten in Guntramsdorf

Geschichtliche Führung: Neu-Guntramsdorf und das Gelände des ehem. KZ-Außenlagers Guntramsdorf / Wr. Neudorf


Die Entstehungsgeschichte unseres Ortsteils Neu-Guntramsdorf ist eng mit den Verbrechen des Nationalsozialismus und der Waffenproduktion des 2. Weltkrieges verbunden und prägt noch heute sein Ortsbild. Von 1943 bis 1945 gab es im heutigen Neu-Guntramsdorf ein großes Außenlager des KZ Mauthausen, in dem Menschen aus ganz Europa ausgebeutet wurden, um riesige Fabrikshallen zu errichten und Flugmotoren herzustellen.


Die Spuren des Krieges, die Bunkeranlagen und die Überreste des Konzentrationslagers sind auch noch heute sichtbar bzw. werden diese im Rahmen der Führung für alle TeilnehmerInnen sichtbar gemacht. Das sonst gesperrte Areal des ehemaligen KZ-Außenlagers (Industriestraße) wird bei Führung durch Neu-Guntramsdorf besucht und vor Ort im Detail erkundet. Und vielleicht treffen wir auch die Schafe und Ziegen, die heute auf dem Gelände weiden sind und dafür sorgen, dass kein Gras über die Geschichte und Baureste des KZ wächst. 


Die Führung wird vom Vorsitzenden des KZ-Gedenkvereins Guntramsdorf / Wiener Neudorf, Jürgen H. Gangoly, organisiert und begleitet. Die Teilnahme ist gratis und ist sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene spannend und informativ (Mindestalter 12 Jahre).

  1. Termin: Mittwoch, 22. Juli, 10 Uhr.
  2. Termin Mittwoch, 26. August 2020, 10 Uhr.

Treffpunkt: Parkstraße / Wiese bei der Badnerbahn-Station Neu-Guntramsdorf. 
Ende ca. 12.30 Uhr.

Anmeldung unter gangoly@gedenkverein.at oder auf http://www.guntramsdorf.at/jugend

Die Teilnahme ist aber auch spontan möglich. 


Tipp: Keine offenen oder empfindliche Schuhe. Es gibt Disteln am ehem. KZ-Gelände. Die Begehung des KZ-Geländes  erfolgt querfeldein und ist daher leider nicht barrierefrei zugänglich.
Bei starkem Regen kann die Führung leider nicht stattfinden. Nieseln ist kein Problem.

Vorabinformationen unter http://www.gedenkverein.at oder unter 0664 / 2000 260.

Gestaltungswettbewerb: Jung-Architekten erneuern Platz um KZ-Mahnmal Wiener Neudorf

Architekturwettbewerb
v.l.n.r. Christa Bauer (Geschäftsführung Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ)), Willi Mernyi (Vorsitzender MKÖ), Jürgen Gangoly (Vorsitzender KZ-Gedenkverein Guntramsdorf / Wiener Neudorf), Sara Kaurin und Manuel Pawelka (Preisträger Architekturwettbewerb), Herbert Janschka (Bürgermeister Wiener Neudorf), Maria Pollinger (Vorstandsmitglied KZ-Gedenkverein)

Das Siegerprojekt des Gestaltungswettbewerbs wurde gestern im Freizeitzentrum Wiener Neudorf präsentiert: Die beiden ehemaligen Studierenden der TU Wien Sara Kaurin und Manuel Pawelka, die auf die Gestaltung von öffentlichen Plätzen spezialisiert sind, begeisterten mit ihrem Konzept „Park der Erinnerung“ den Gemeinderat sowie die anwesenden Jurymitglieder. Es ermöglicht die Erinnerungskultur auf sensible und zugleich moderne Art und Weise aufrechtzuerhalten. Mit der Gestaltung eines Parks mit pädagogischen Lernstationen haben sie eine Ruheinsel entworfen, die auch für Schülerführungen und Gedenkveranstaltungen gut geeignet ist, so das Urteil.

1. Platz Architekturwettbewerb
Sara Kaurin und Manuel Pawelka (Preisträger Architekturwettbewerb) bei der Siegerprojekt-Präsentation in Wiener Neudorf

„Wir freuen uns, dass wir mit unserem Entwurf überzeugen konnten und können es kaum erwarten, dass das Projekt umgesetzt wird. Es ist für uns beide von großer Bedeutung sich für das Gedenken und ein ‚Niemals wieder‘ einzusetzen“, stellen die Jung-Architekten Sara Kaurin und Manuel Pawelka fest.

Videoaufnahme der Präsentation von Wiener Neudorf TV

Neugestaltung des Platzes bis Mai 2021 geplant
„Die zahlreichen internationalen und kreativen Projekte haben uns begeistert. Ich freue mich, wenn nun alle Einwohner Wiener Neudorfs die tollen Ideen im Rathaus besichtigen können“, so Herbert Janschka, Bürgermeister von Wiener Neudorf. Die Finalisten des Wettbewerbs erhielten ein Preisgeld von insgesamt 4.000 Euro, das von der Marktgemeinde Wiener Neudorf zur Verfügung gestellt wurde. Ab sofort werden die Gewinnerprojekte im Rathaus Wiener Neudorf öffentlich ausgestellt und sind zu den regulären Öffnungszeiten zu besichtigen. Nach Beschlussfassung des Gemeinderates soll die Neugestaltung des Platzes bis zu den Gedenk- und Befreiungsfeiern im Mai 2021 abgeschlossen sein.

Gestaltungswettbewerb leistet Beitrag zur Gedenkarbeit
Die Marktgemeinde Wiener Neudorf, das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ), das Internationale Mauthausen Komitee (CIM) sowie der Gedenkverein KZ-Nebenlager Guntramsdorf setzen sich für eine bessere Wissensvermittlung in der Gedenkarbeit ein. Ziel des im Herbst 2019 ausgerufenen internationalen Wettbewerbs war es, eine architektonische Lösung zu finden, die einen Rückzugsort zum Nachdenken sowie gleichzeitig Gedenkveranstaltungen und eigenständige Erkundungen ermöglicht. Neben dem Siegerprojekt „Park der Erinnerungen“ belegten das Künstler- und Architekten-Duo Julia Obleitner und Helvijs Savickis sowie die beiden Schweizer Géraldine Heller und Fabio Spink die weiteren Stockerlplätze des Gestaltungswettbewerbs. Die Ausschreibung stieß im gesamten deutschsprachigen Raum auf großes Interesse bei Architekten, Ingenieuren, Pädagogen, aber auch bei Experten aus der Kultur- und Wissenschaftsvermittlung und der Denkmalpflege.

Auf Initiative der Marktgemeinde Wiener Neudorf und des Gedenkvereins wurde 2014 gemeinsam mit dem renommierten österreichischen Künstler und Zeitzeugen Prof. Arik Brauer bereits ein Denkmal in Wiener Neudorf errichtet, um an die tausenden Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter, die in Wiener Neudorf während des Zweiten Weltkriegs unter unmenschlichen Bedingungen Sklavenarbeit leisten mussten, zu erinnern. Arik Brauer war u. a. auch Mitglied der Expertenjury des Wettbewerbs zum Ausbau der Gedenkstätte.

Über den Gedenkverein KZ-Nebenlager Guntramsdorf/Wiener Neudorf
Der im Oktober 2005 in Guntramsdorf gegründete Gedenkverein (www.gedenkverein.org) engagiert sich, das Wissen über das allgemein wenig bekannte KZ-Außenlager Wiener Neudorf zu verbessern und in der Öffentlichkeit zu verankern. Als Teil der Bildungsarbeit organisiert der Gedenkverein regelmäßig stattfindende Veranstaltungen und Kooperationen mit anderen öffentlichen Institutionen und Vereinen wie dem Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ). Durch die Initiative des Gedenkvereins wurden im Jahr 2006 Hinweistafeln zum Mahnmal an den Zufahrtsstraßen montiert und die Gedenkstätte renoviert. Im Jahr 2014 wurde vom Gedenkverein gemeinsam mit dem Zeitzeugen und Künstler Prof. Arik Brauer ein Denkmal beim „Neuen Lager Wiener Neudorf“ errichtet und die neue KZ-Gedenkstätte eröffnet.

Spendenkonto:
Empfänger: Gedenkverein KZ-Nebenlager Guntramsdorf/Wiener Neudorf
IBAN: AT75 3225 0000 0008 2552
BIC: RLNWATWWGTD

Rückfragen
Gedenkverein KZ-Nebenlager Guntramsdorf/Wiener Neudorf
Jürgen H. Gangoly, Vorsitzender
0664 2000260, office@gedenkverein.org

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